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Windkraft auf der Hohen Linie: Aktueller Stand (13.02.2026)

Nach den damaligen Planungen sollten mehrere Windenergieanlagen mit einer Gesamthöhe von knapp 300 Metern auf der Hohen Linie errichtet werden. Aufgrund ihrer Lage und gewaltigen Dimension wären sie aus weiten Teilen des Gemeindegebiets sichtbar, hörbar und „spürbar“ gewesen – insbesondere aus Wohnbereichen sowie aus Spazier- und Naherholungszonen.

Laut Beschluss des Regionalen Planungsausschusses vom 18.09.2025 wurden zwar die Standorte Hohe Linie, Kreuther Forst und Forstmühler Forst aus dem Flächenentwurf für Windvorranggebiete gestrichen. Die zugrunde liegenden rechtlichen und planerischen Rahmenbedingungen bestehen jedoch weiterhin, sodass das Thema grundsätzlich nicht als endgültig abgeschlossen betrachtet werden kann.

Auf erneute Nachfrage teilte uns das Landratsamt Regensburg mit, dass dort ein Vorbescheidsantrag für Windenergieanlagen vorliegt, der unter anderem auch Flächen auf dem Gemeindegebiet Tegernheim betrifft. Es könnte im weiteren Verfahren gegebenenfalls auch die Gemeinde Tegernheim erneut beteiligt werden.  Unser Rechtsbeistand hat das Landratsamt um Übermittlung der entsprechenden Unterlagen zur fachlichen Prüfung gebeten.

Wir hoffen, dass die Gemeinde auch im Falle einer erneuten Beteiligung und mit dem neu gewählten Gemeinderat an ihrem Beschluss vom September 2024 festhält.

Neben den Auswirkungen auf das Landschaftsbild und die Lebensqualität wurde im öffentlichen Diskurs häufig ein weiterer Aspekt nur am Rande betrachtet: In Zeiten hoher Stromerzeugung kann der produzierte Windstrom nicht vollständig genutzt werden. Überschüssige Energie muss in diesen Fällen entweder durch Abregelung vermieden oder über die Netze zu sehr hohen Konditionen ins Ausland abgeführt werden, was für das deutsche Stromsystem mit erheblichen zusätzlichen Kosten verbunden ist.

Diese Mechanismen führen mittlerweile zu finanziellen Belastungen in Milliardenhöhe, die sich auch auf die Strompreise auswirken und letztlich vom Steuerzahler getragen werden. Allein im Jahr 2025 haben die Bundesbürger Strom im Wert von 3 Milliarden Euro bezahlt, der gar nicht genutzt wurde (macht 36 Euro pro Kopf!).

Solange keine wirtschaftlich tragfähigen Speicherlösungen in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen – was in absehbarer Zeit nicht zu erwarten ist –, stellt sich selbst bei einer grundsätzlich positiven Haltung zur Windenergie die Frage nach der Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit weiterer Anlagen.



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